Jahresrückblick am Heiligen Abend 2019!

 

So viel erlebt, so viel geschehen - was für ein Jahr! Schöne Momente mit lieben Menschen, neue Begegnungen, Freunde, ganz viel Herzlichkeit, viel gelacht - wichtige Erfahrungen und neue - manchmal auch bittere - Erkenntnisse, glückliche Hundeaugen, Pferdewiehern, Lebkuchen, Glühwein....

 

Nun ist er schon fast so etwas wie Gewohnheit geworden: Der Jahres-rückblick auf das, was unsere Johannisberger Retromopszucht aber auch was die kontrollierte Retromopszucht in Deutschland als solche betrifft! Doch zunächst möchte ich allen Freunden und Bekannten, unseren Welpenbesitzern und Mitzüchtern ein wunderschönes friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen! 

 

In diesem Jahr hatten wir zwei Würfe, nämlich den letzten Wurf unserer Streifenmöpsin Adele mit unserem eigenen Deckrüden Malte und einen Wurf unserer schwarzen Nachwuchshündin Lovis mit Maltes Bruder Caruso. Adele geht nun in wohlverdiente Zuchtrente und bleibt für immer bei uns. Lovis hat ja schon mehr als einmal bei der Welpenaufzucht zugeschaut und auch  geholfen und so meisterte sie ihre Mutterrolle absolut routiniert und liebevoll. Ihre Welpen (unser S-Wurf) haben alle wunderbare neue Besitzer gefunden, die mich regelmäßig mit Fotos und Nachrichten versorgen....

 

Unser gemeinsamer Osterspaziergang mit etwa 30 Teilnehmern und ebenso vielen Hunden war ein voller Erfolg! Noch heute denke ich gerne an den schönen Tag bei bestem Wetter und vielen gut gelaunten Welpenbesitzern und lebensfrohen glücklichen Hunden zurück!

 

Anfang August ist unser Neuzugang Charlotte eingezogen. Wer die Entwicklung unserer Zuchtgemeinschaft in den letzten Jahren verfolgt hat, wird auch mitbekommen haben, dass wir seit Februar diesen Jahres eine neue Rasse, nämlich den Beagle, zur Einzucht zugelassen und uns damit auf noch breitere "genetische Füße" gestellt haben. - Charlotte, die 25 % Beagleblut führt, ist eine ausgesprochen schöne, sehr clevere und trotz ihres hohen Fremdblutanteils eine ausgesprochen typvolle Hündin und ich bin sehr froh, einen solchen Schatz zur Bereicherung meiner Zucht gefunden zu haben. Denn wie wichtig eine breite genetische Aufstellung ist, hatte ich unter der Rubrik "Mops und Genetik" schon vor Jahren ausführlich dargelegt. Interessierte mögen gerne noch einmal nachlesen....

 

Ende August waren wir mit den Möppels und natürlich auch mit unserer kleinen Charlotte in Urlaub - diesmal im schönen Hohenloher Land in einem traumhaften Ferienhaus mit dem klangvollen Namen "Rote Sau", das auch und gerade die Wünsche von sog. "Mehrhundehaltern" berücksichtigt. Eines ist sicher: Hohenlohe wird uns wieder sehen - vielleicht sogar für einen Winterurlaub!

 

Anfang Oktober ist dann unser zweiter Neuzugang, nämlich die kleine Rita bei uns eingezogen. Auch Rita führt einen hohen Anteil an Fremdblut und wird hoffentlich ebenfalls meine Zucht bereichern - natürlich müssen wir aber erst einmal abwarten, wie sie sich entwickelt.

 

Neben meiner "altbewährten" Muffin-Linie, beabsichtige ich mit Charlotte und Rita u.a. zwei ganz neue Retromopslinien aufzubauen, um die Retromopszucht insgesamt auf ein breiteres genetisches Fundament zu setzen und gleichzeitig noch ein wenig mehr "Nase" in die Rasse zu bringen. Unsere Niederländischen Nachbarn verfolgen ebenfalls diesen Weg und bauen derzeit auf die Rassen Shiba Inu, Staffordshire Bullterrier und Patterdale Terrier. Letzterer wurde durch Beschluss von Zuchtleitung und Zuchtwart im Oktober 2019 ebenfalls hier in Deutschland zur Einzucht zugelassen. Wir sind in engem Kontakt mit den Niederlanden und freuen uns auf einen weiteren Austausch in den kommenden Jahren!

 

Im Herbst wurde es dann noch einmal aufregend auf dem Johannisberg: Ganz kurzfristig hatten wir eine Anfrage des NDR für einen Drehtermin zum Thema Qualzucht: "Das große Versagen - Qualzucht von Hunden". Die Dokumentation hat für viel Wirbel in der Zuchtwelt gesorgt und ich erhalte noch heute nahezu täglich Reaktionen hierauf! Wie der Drehtag verlief und alles Weitere zu der Dokumentation können Sie hier noch einmal nachlesen. 

 

Unser zukünftiges Kutschpony Pelle zeigt sich von seiner besten Seite. Trotz seiner jungen Jahre ist er schon ausgesprochen scheufest, kennt Longe, Doppellonge und das Fahren vom Boden aus. Alles natürlich noch nicht in Perfektion, aber wir haben ja Zeit und wie sagt man so schön: der Weg ist das Ziel! Seit Herbst diesen Jahres haben wir uns auch schrittweise an die Freiarbeit herangetraut...Es leben die Online-Seminare! - Damit das Ganze nicht zu sehr in Arbeit ausartet, gehen wir zwischendurch immer wieder kleinere und größere Runden spazieren - zumeist in Begleitung des ein oder anderen Möppels. Das macht nicht nur allen Beteiligten Spaß, Pelle gewöhnt sich auf diese Weise geradezu spielerisch an das, was ihm später auch vor der Kutsche begegnen wird: Autos, LKW, Spaziergänger, Radfahrer, Kühe, Schafe usw. usw.. Wir werden all diese Dinge im kommenden Jahr festigen und weiter ausbauen, Pelle wird an das Gebiss gewöhnt (damit habe ich mir bewusst lange Zeit gelassen; ich wollte, dass er auch ohne dieses Hilfsmittel brav und vor allen Dingen sehr fein reagiert) und er wird im Sommer zunächst erst einmal zweispännig eingefahren! - Wenn ich mich also in den einschlägigen Mopsforen etwas rar mache, ist unser kleiner Pelle der Grund! 

 

Wir freuen uns auf das kommende Jahr und haben auch züchterisch viel vor: Unsere Jule wird voraussichtlich noch einmal von Malte belegt werden; die Welpen aus dieser Verpaarung sind alle bereits versprochen. Wenn alles erwartungsgemäß klappt und sie die Zuchtzulassung erhält, wird unsere Charlotte im Herbst das erste Mal Welpen haben. Neben Malte stehen uns hierfür fünf eingetragene Deckrüden - davon zwei Retromopsrüden aus unserer Zuchtgemeinschaft - optional zur Verfügung. Wer es letztlich wird, hängt davon ab, was die noch durchzuführenden Gentests bei Charlotte ergeben...

 

A propos Gentests und Untersuchungen: Auch unsere Zuchtgemeinschaft ist vor übler Nachrede nicht sicher! Immer mal wieder wird von einzelnen Personen behauptet, wir testeten keine oder so gut wie keine Erberkrankungen, untersuchten nicht usw. usw.. Gehen Sie getrost davon aus, dass diese Leute durchaus ihre Motivation dafür haben so etwas zu behaupten, die allerdings nicht in der Wahrheit begründet ist. Wenn Sie wissen möchten, was wir vor einer Zuchtzulassung untersuchen, schauen Sie sich einfach unsere Zuchtordnung an, die vom Tag ihrer Erstfassung an veröffentlicht wurde und immer wieder an die neuesten Erkenntnisse der Forschung angepasst wurde!

 

Populismus allerdings, der eine falsche Sicherheit vorspiegelt und verspricht, was nicht zu halten ist, haben wir von Beginn unserer Zuchtarbeit an abgelehnt und werden uns auch in Zukunft davon fernhalten (vgl. z.B. unser HD-Kompendium). Lassen Sie sich also keinen Bären aufbinden, denken Sie mit und hinterfragen Sie getrost, recherchieren und überprüfen Sie - das Internet macht´s möglich! Seien Sie mündig in Ihrem Tun und in Ihren Entscheidungen, aber seien Sie eins nicht: auf beiden Augen blind!

 

Wir planen für 2020 - nach gut zwei Jahren - wiederum ein Züchtertreffen in Windhagen bei dem es diesmal ganz konkret darum gehen wird, separate, blutsfremde Linien innerhalb der einzelnen Zuchten aufzustellen... Eine große Aufgabe für die kommenden Jahre, aber unerlässlich, wenn wir die kontrollierte, verbandsmäßige Retromopszucht voran bringen wollen. Minimalvorgabe sind hier acht über mindestens vier Generationen zuchtbuchmäßig verfolgbare separate - sprich blutsfremde - Zuchtlinien. Hierbei orientieren wir uns an unserem Nachbarland, der Schweiz, das es mit der Züchterin Imelda Angehrn letztlich geschafft hat, mit dem Continental Bulldog eine gemäßigte und deutlich vitalere Bulldoggenrasse im Vergleich zur Englischen Bulldogge ins Leben zu rufen.- Also: es gibt viel zu tun - packen wir´s an! 

 

 

 

 

P.S.: Die wunderschönen Weihnachtsfotos von Mads und Pepe stammen übrigens von Julia Soer!

 

 

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