Der (Retro)Mops im Büro...

 

Nicht erst seit gestern gibt es etliche Studien, die belegen, dass sich die Mitnahme eines Hundes ins Büro

nicht nur positiv auf die menschliche Seele auswirkt sondern in Folge sogar positiv auf die Ergebnisse des

Unternehmens! Der Bundesverband Bürohund hierzu: "Hunde bewegen etwas in unserem Innern. Beim Streicheln

des Vierbeiners werden das Bindungshormon Oxitocin und das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Der Level der

Stresshormone Insulin und Kortisol sinkt. Die Anspannung lässt nach, der Blutdruck sinkt. Die Menschen werden

emphatischer, verstehen ihr Gegenüber besser, sind motivierter und engagierter." - Kein Wunder also,

wenn immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern offiziell gestatten, ihren Hund mit ins Büro zu bringen. 

Das Banfield Pet Hospital, eine Tierklinik in Portland, USA, hat sich konkret mit den positiven Auswirkungen

von "Bürohunden" auf Betriebsklima und Arbeitsmoral beschäftigt und in diesem Rahmen rund 200

Personalsachbearbeiter und 1000 Angestellte verschiedener Unternehmen befragt: Gut 70 Prozent der Befragten

bestätigten, dass Haustiere am Arbeitsplatz das Arbeitsklima und damit auch die Motivation verbessern. Und

wer motiviert ist und gerne zur Arbeit geht, erbringt auch bessere Leistung!

 

 

Die wissenschaftliche Seite führt hierzu aus: Die Anwesenheit von Hunden regt unter anderem Oxytocinproduktion im menschlichen Organismus an. Oxytocin  ist ein Hormon, das eine wichtige Bedeutung beim Geburtsprozess einnimmt und in der neurochemischen Forschung mit Begriffen wie  Vertrauen, Ruhe und Zuneigung in Verbindung gebracht wird.

 

Es beein-flusst nicht nur die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Geschlechtspartnern positiv, sondern wirkt sich auch allgemein positiv bei sozialen Interaktionen. Damit hat dieses Hormon eine unmittelbare Auswirkung die psychische  Gesundheit, wirkt stressmindernd, angstlösend und spricht das zerebrale Belohnungssystem an. Hunde liefern gleichzeitig einen Schutz vor dem sog. "Burnout"-Syndrom.

 

In Betrieben, in denen Hunde am Arbeitsplatz gestattet sind, sinkt sogar nachweislich der Krankenstand. - Eigentlich doch genug gute Gründe, Hunde in den Büroalltag zu integrieren.

 

Weitere Informationen zum Thema auf der Seite des Bundesverbandes Bürohund:

 

 

 

Weiterführende Links

Dr. Linda Handlin et al, Epsilon, 2010: Human-Human and Human-Animal Interaction

Miho Nagasawa, Science, 2015: Oxytocin-gaze positive loop and the coevolution of human-dog bonds

Spiegel, 2015: Bindung Mensch-Hund: Der will doch nur kuscheln

Zeit, 2015: Hundeblicke wirken bei Mensch und Tier

Seite: CNN, 2014 - How to hack the happiness molecule

Tobias Res Baumgartner, 2012: Wirkung von Oxytocin auf emotionale und kognitive Empathie
K Uvnäs-Moberg, M Petersson, 2005: Oxytocin, ein Vermittler von Antistress, Wohlbefinden, sozialer
Interaktion, Wachstum und Heilung

K Sokolowski, H Heckhausen, 2010: Soziale Bindung: Anschlussmotivation und Intimitätsmotivation

P Kirsch, H Gruppe - Therapieziel Wohlbefinden, 2011: Neuromodulatorische Einflüsse auf das Wohlbefinden:
Dopamin und Oxytocin

 


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